Rückblick auf Neuseeland und Australien

Rückblick auf Neuseeland und Australien

Nun sind wir bereits wieder seit einer Woche in der Schweiz. Zeit für einen Rückblick auf die dreimonatige Reise nach Neuseeland und Australien.

Zahlen und Fakten

Ein paar Zahlen:

  • 1’064’270 Fitbit Schritte
  • 39’322 Flugkilometer (gemessen mit Flugzeit Rechner)
  • 10’704 gefahren Kilometer mit dem Camper (3’425 Neuseeland, 3’604 Australien Süden, 3’675 Australien Ostküste)
  • 4’678 Fotos
  • 1’050 Liter Diesel
  • 760 Fitbit Kilometer (Gelaufene Kilometer)
  • 51 Flugstunden
  • 45 kg Gepäck beim Hinflug, 57 kg Gepäck beim Rückflug
  • 30 GB Fotos
  • 18 Mal tanken
  • 7 Flüge
  • 3 verschiedene Camper (1 Neuseeland, 2 Australien)

Kurioses, auffallendes und die verkehrte Welt Australiens

In Australien erlebt man viel kurioses. Es ist ja auch eine verkehrte Welt, so am anderen Ende der Erdkugel. Hier einige Dinge, welche uns aufgefallen sind, im Vergleich zum Leben in der Schweiz:

Strasse und Autofahren

  • Bei Baustellen wird der Verkehr in 90% der Fälle von Signalmännern/-Frauen geregelt, anstatt Ampeln. Falls es mal eine Ampel hat, wird sie von Menschen bedient und nicht automatisch
  • Es herrscht Linksverkehr, trotzdem hat der von rechts Kommende Vortritt
  • In Kurven wird mit einer Tempoangabe darauf Hingewiesen, wie eng die Kurve sein wird
  • Bussen sind im allgemeinen ungleich teurer als hier in der Schweiz. Beispiel: Parkiert man sein Auto in die falsche Richtung (gegen die Fartrichtung), bezahlt man $82.50
  • Richtig parkieren ist eine Wissenschaft für sich. Die Schilder sprechen Bände, siehe auch Halten verboten! Die Regeln für’s Parken in Australien
  • Die Distanzen sind einfach unvorstellbar, vor allem für uns Schweizer:
  • Strassenampeln sind immer auch auf der anderen Strassenseite angebracht, so dass man bei Rot einen guten Blick darauf hat, ohne sich den Kopf verrenken zu müssen
  • Als Fussgänger ist man zweitrangig im Verkehr, Vortritt hat man nur, wenn es gross gekennzeichnet ist, was eher selten der Fall ist
  • Auf gewissen Highway Raststätten wird gratis Kaffee als “surviver” angeboten
  • Velos dürfen auch auf den Highways fahren, was wir aber als schon fast lebensgefährlich eingestuft haben
  • Australier lassen den Motor immer laufen, auch wenn sie mal 10 bis 15 Minuten stehen und etwas erledigen müssen
  • Auf Highways werden auf grossen Tafeln kleine Rätsel geboten, um vor Müdigkeit zu schützen
  • Ein aufdringliches akkustisches Signal bei Fussgängerstreifen mit Ampeln meldet, sobald grün ist

Leben in Australien und die Aussies

  • Kaffee gibt es in den unterschiedlichsten Variationen. Beim Bestellen gibt man genau an, wie der Kaffee sein sollte: Anzahl Espressos, Milchart, Schaumart:
  • Australier (Aussies, OZ) kürzen alles gerne ab. Z.B. sagt man nicht “kilometer”, sondern einfach “K”
  • Die Begrüssung ist immer “How are you?”, “How’s it going?”, “Good day mate”, oder ähnlich. Natürlich abgekürzt: “How’re you?”, “G’day mate”
  • Gefährliches wird immer verharmlost. Z.B.: “Dangerous animals? No worries”
  • Unter den Bundesstaaten herrscht eine nette “Rivalität”, ähnlich wie in der Schweiz über andere Kantone Witze gemacht werden
  • Die Aussies campen für ihr leben gern, so hatten wir auf den meisten Campingplätzen hauptsächlich Australier als Nachbarn
  • Das Gemüse und die Früchte werden in den Supermärkten direkt bei der Kasse gewogen
  • Alkohol erhält man hauptsächlich in den Bottleshops, in den Supermärkten bekommt man in der Regel keinen Alkohol (mit wenigen Ausnahmen)
  • Der ungeniessbarste Brotaufstrich Australiens heisst “Vegemite”
  • Brot sieht zwar sehr fein aus, ist aber definitiv nicht mit unserem Schweizerbrot vergleichbar. Es ist meistens pappig und weich. Toastbrot bekommt man in den unterschiedlichsten Variationen
  • Als Schweizer kann man unter sehr wenigen bereits voll elektronisch einreisen. Es gibt keinen Zöllner mehr, sondern nur eine elektronische Schleuse
  • Die Australier sind sehr offene Leute, man wird immer gefragt woher man kommt, wie einem das Land gefällt, etc. Und dies auch an der Supermarktkasse, beim Bahnschalter, vom Busfahrer, …
  • Es stimmt wirklich: Das Wasser z.B. in der Toilette dreht in die andere Richtung als auf der Nordhalbkugel
  • Am Sternenhimmel sieht man ein völlig anderes Bild als bei uns. Vor allem sieht man unglaublich viele Sterne und die Milchstrasse in ihrer ganzen pracht
  • Der abnehmende Mond ist zunehmend
  • Wenn bei uns in der Schweiz Sommer ist, ist in Australien Winter
  • In vielen Läden und Restaurants werden Winterspecials angeboten, trotz 20 Grad
  • Die 2$ Münze ist kleiner als die 1$ Münze
  • Das Hahnenwasser ist trinkbar trotz Chlorgeschmack, schmeckt aber nicht wirklich gut
  • Eine Drogerie (Chemist) ist auch ein Gemischtwarenladen, man erhält alles was das Herz begehrt
  • Das Essen im Restaurant wird meistens direkt an der Bar/Kasse bestellt und gleich bezahlt. Man erhält eine Nummer für auf den Tisch, damit das Essen auch dem richtigen Besteller serviert wird
  • Football ist einiges wichtiger als Fussball (Soccer). Die WM 2014 war kein grosses Thema
  • Läden schliessen teilweise bereits um 16:00 oder 17:00
  • Es gibt viele religiöse Schulen und viele verschiedene Religionsgemeinschaften
  • Ist z.B. ein Markt um 16:00 fertig, wird bereits nach 15:00 mit dem Zusammenräumen begonnen
  • Australier legen grossen Wert auf eigene Produkte (“100% Australian made”)
  • Die Erde ist rot
  • Der Burger King heisst in Australien Hungry Jack’s

Diese Liste könnte noch ewig erweitert werden, Australien ist ein so interessantes und unterschiedliches Land. Über Neuseeland könnten wir vermutlich eine ähnlich grosse Liste machen, obwohl dieses Land unserem ähnlicher ist.

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Die komplette Reiseroute: Mit Camper und Ausflügen.