Ka kite ano - Auf Wiedersehen

Ka kite ano - Auf Wiedersehen

Nach über 3000 gefahrenen Kilometer und unendlich vielen tollen Eindrücken geht unsere dreiwöchige Neuseeland Rundreise auf der Nordinsel zu Ende. Was wir in der dritten Woche alles erlebt und gesehen haben, lest ihr hier:

Von Rotorua nach Tauranga (Athenree)

Bevor unsere Fahrt von Rotorua nach Tauranga startete, genossen wir nochmals ein Bad im Polynesian Spa. Diesmal in den sogenannten “Adult Pools”, dies sind 7 Pools mit Temperaturen zwischen 36 und 42 Grad. Gespiesen werden die Bäder von zwei unterschiedlichen Quellen, eine davon “Priest” genannt. Diese soll eine therapeutische Wirkung auf Rheuma haben. Tauranga hat einen riesigen Hafen (der zweitgrösste von Neuseeland), von weitem konnte man die grossen Schiffscontainer und Hafenkräne (einiges grösser als der “zürcher” Hafenkran) sehen. Wir machten nur einen kurzen Halt und fuhren danach weiter ins nahegelegene Athenree um die Nacht auf dem sehr schönen Campingplatz Athenree Hot Springs Holiday Park zu verbringen.

Von Athenree nach Hahei

Auf dem Weg nach Hahei machten wir einen langen Zwischenhalt beim Hot Water Beach. Dort hat es einen kleinen Strandabschnitt, bei welchem man bei Ebbe mit einer Schaufel ein Loch graben kann, welches sich dann sofort mit heissem Wasser füllt. Darin lässt sich wunderbar baden, man muss aber aufpassen, dass es nicht zu heiss wird. Kaum kommt die Flut, sind alle Löcher wieder weg und am nächsten Tag muss man sich ein neues graben. Übernachtet haben wir in Hahei, um am nächsten Tag früh einen Bootsausflug machen zu können.

Von Hahei nach Miranda

Am Morgen früh um 10:00 startete die Bootstour Hahei Explorer um die Sehenswürdigkeiten der Gegend zu sehen, allen voran die Cathedral Cove. Bei schönstem Wetter fuhren wir eine Stunde lang an der Küste entlang und sahen atemberaubende Riffe, Klippen, viele Meerestiere wie z.B. Pinguine, Rochen, Fische… und natürlich die Cathedral Cove. Nach diesem tollen Ausflug fuhren wir um die Coromandel Halbinsel, eine sehr kurvige und schöne Fahrt, bis nach Miranda. Auf diesem Weg befuhren wir die vermutlich engste Kurve der ganzen Rundreise, eine 15er Kurve (empfohlene Geschwindigkeit 15km/h). Solch kurvige Strassen machen richtig Spass zum fahren, da der Camper angenehm zu lenken ist. Aber solche Fahrten sind auch anstrengend und machen müde. Der Campingplatz “Miranda Holiday Park” liegt in der Nähe von Thames und hat einen eigenen Hot Water Pool, welcher natürlich von uns ausgiebig genutzt wurde.

Von Miranda nach Dargaville

Mit dem Ziel möglichst weit in den Norden zu kommen, fuhren wir via der Westküste des “Firth of Thames” in Richtung Auckland und dann auch durch Auckland hindurch. Die Fahrt bei Auckland über die Autobahn zeigte eindrücklich, wie gross die Stadt ist. Nach einer sehr langen Fahrt kamen wir bis etwas weiter als Dargaville (Kaihu), kurz vor dem berühmten Waipoua Wald mit seinen riesigen Kauribäumen. Wir genossen den Abend mit einem Waldspaziergang auf dem sehr schön gelegenen Kauri Coast Top 10 Holiday Park.

Von Dargaville nach Ahipara

Die Strasse SH12 führte uns direkt durch den grössten subtropischen Regenwald Neuseelands (91km2) Waipoua, eine wunderschöne Fahrt, welche wir etwas gemütlicher angingen (Ging auch nicht schneller, die Strasse ist wieder einmal sehr kurvig und eng). Halt machten wir bei den berühmtesten Kauribäumen des Waldes: Beim Dicksten, genannt “Te Matu Ngahere” (Vater des Waldes), bei den “Four Sisters” (Vier hohe Kauribäume, dicht aneinander) und beim Höchsten und Eindrücklichsten, beim “Tane Mahuta” (Gott des Waldes). Mit der kleinen Autofähre in Rawene ersparten wir uns 70km Umweg auf dem Weg in Richtung hoher Norden (dafür waren wir um stolze 42 NZD ärmer). In Kaitaia buchten wir unseren Ausflug ans Cape Reinga für den nächsten Tag. Die Nacht verbrachten wir auf dem Kiwi Campingplatz in Ahipara, 5 Minuten vom 90 Mile Beach entfernt.

Tagesausflug zum Cape Reinga und Fahrt bis Kawakawa

Früh am Morgen startete der Tagesausflug Harrisons Cape Runner in Kaitaia. Der Bus führte uns die über 100km ans nördlichste Kap von Neuseeland. Dort genossen wir bei schönstem Wetter einen wundervollen Blick auf den Cape Reinga Leuchtturm sowie das Zusammenkommen der zwei Meere Pazifischer Ozean und Tasmansee. Man sieht richtig gut, wie die Strömungen der beiden Meere aufeinandertreffen; Naturkräfte pur! Die Rückfahrt ging dann rasant über den 90 Mile Beach. Der Bus fuhr teilweise mit über 90km/h über den breiten Sandstrand, welcher nur bei Ebbe befahrbar ist.

Nach der Rückkehr nach Kaitaia fuhren wir noch bis in die Nähe von Kawakawa, um am nächsten Tag nicht mehr allzuweit bis nach Auckland fahren zu müssen. Unseren Camper haben wir auf dem direkt am Meer gelegenen Beachside Holiday Park parkiert.

Von Kawakawa nach Auckland

Im Kawakawa befindet sich das letzte Werk von Friedensreich Hundertwasser vor seinem Tode: Eine farbenfrohe öffentliche Toilette. Bei dieser Toilette machten wir natürlich einen Halt, bevor unsere Fahrt nach Auckland los ging. In Aukland angekommen, verschafften wir uns einen Überblick vom Mount Victoria aus. Danach parkierten wir unseren Camper direkt am Meer auf dem Takapuna Beach Holiday Park. Von dort aus genossen wir einen schönen Abend im kleinen Vorort Takapuna und assen in Mac’s Brewbar ein feines Nachtessen, inkl. dem passenden Bier.

Auckland

Leider machte uns am letzten Tag in Neuseeland das Wetter einen Strich durch die Rechnung, es regnete und windete den ganzen Tag. Die Fähre brachte uns von Bayswater ins Zentrum. Vom Hafen her erkundeten wir die Hauptstrasse Queen Street mit vielen vielen Läden, machten einen Abstecher zum Albert Park und genossen den einen oder anderen Kaffee, da das Wetter nicht sehr einladend war grosse Sprünge zu machen. Am Abend assen wir im Orbit ein Nachtessen der besonderen Art: Das Drehrestaurant befindet sich im 52-igsten Stock des Sky Towers, auf 190 Meter Höhe. Die Rundumsicht in der eindunkelnden Stadt war atemberaubend und wir konnten unseren letzten Abend in Neuseeland in vollen Zügen geniessen.

Die nächste Woche

TL;DR: Auch in der dritten Woche haben wir vieles erlebt und gesehen. Leider ging die Zeit viel zu schnell zu Ende und wir “müssen” bereits weiter nach Australien. Wir dürfen uns noch auf über 2 Monate Reise freuen, dass macht das Abschiednehmen gleich viel einfacher. Uns hat Neuseeland überaus gut gefallen, die Landschaft ist einfach traumhaft. Es würde sich sicher lohnen, wieder einmal her zu kommen. 3 Woche sind definitiv zu kurz und wir waren ja nur auf der Nordinsel. In diesem Sinne: Ka kite ano Aotearoa - Auf Wiedersehen Neuseeland. Nun sitzen wir am Flughafen und warten auf unseren Flug nach Sydney. Wir sind gespannt, was uns in Australien alles erwartet.

Neuseeland 3.W 28.4. - 5.5.14